Gitarre spielen lernen, Serien
2 KommentareTag 1 und 2: Das erste mal Klimpern
Wie gesagt, ich habe über eine Kleinanzeige im Internet meine Roundbackgitarre erstanden und habe diese nun gestern erhalten, alles ausgepackt und natürlich sofort neugierig angefangen zu spielen.
Nennen wir es mal spielen. So einfach wie es bei Gitarristen immer aussieht ist es leider bei weitem nicht und was da aus dem Inneren des Klangkörpers drang, war einfach nicht schön. Also her mit dem Buch und los geht es.
Das erste, was ihr tun müsst, ist die Gitarre zu stimmen und das ist nicht einfach. Auf der CD hört ihr dazu die richtigen Töne für die einzelnen Saiten und sollt nun danach eure eigenen Saiten stimmen. Ein gut gemeinter Ratschlag: wenn ihr meint, euer Ton muss höher sein, dreht nur sehr vorsichtig die Saite straffer, sonst geht es euch so wie mir, es macht kurz “Ziiinnnng” und ihr habt einen Ton weniger einzustellen. Nun, Gitarrensaiten nutzen sich ab und ein Satz neue kostet in der Regel auch nur 2 bis 5€ (außer es müssen die Premiumsaiten für 10€ aufwärts sein). Für mich ging es also ab in den nächsten Musikshop und neue Saiten kaufen. Für 5,50€ erstand ich einen Satz Peavey Mississippi Mellow 11s, das sind mit Phosphor beschichtete Bronzesaiten, die angeblich länger halten sollen und vor allem nicht durch den Schweiß an den Fingern rosten sollen. Über die Stärke solltet ihr euch vom Verkäufer beraten lassen. Dicke Saiten tuen weniger weh, dünnere klingen besser und die 11er Stärke liegt etwa in der Mitte und ist für mein Dafürhalten angenehm zu bespielen. Probiert es einfach aus.
Das Aufziehen gestaltet sich sehr einfach und ist auch recht gut in Peter Bursch’s Buch beschrieben. In diesem Punkt unterscheiden sich die verschiedenen Gitarrentypen auch nur sehr marginal und der richtige Weg ist eigentlich auch offensichtlich. In schwierigen Fällen finden sich über Google aber für praktisch alle Systeme die richtigen Vorgehensweisen.
Einen Nachteil hat das ganze: es geht wieder an das Stimmen, und das leider auch recht häufig, denn die neuen Saiten müssen sich erst an den Zug gewöhnen und sich dehnen, daher werdet ihr das Stimmen in den nächsten Tagen häufiger wiederholen müssen als später.
Nun kann es also an die ersten Griffe gehen und was soll ich euch sagen? Meine Finger wollen nicht so wie ich will. Entweder berühre ich noch andere Saiten oder drücke sie nicht richtig auf das Griffbrett herunter. Das bedarf eindeutig noch Übung … und Hornhaut, man tut das weh
Vor allem die dünnen Saiten drücken sich sehr schmerzhaft in die Fingerspitzen, allerdings vergeht das, wie ich euch heute berichten kann. Tatsächlich funktionieren die beiden ersten Griffe, G- und D-Dur, heute schon recht ordentlich und es tut auch nicht mehr sehr weh. Achtet nur darauf, die Saiten nicht unter die Nägel zu klemmen – DAS ist dann in der Tat schmerzhaft.
Also, fleißig üben und das wird schon!