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21. Februar 2011 - Kultur, Palm Pre, Technik    Keine Kommentare

(M)Ein Leben in der Cloud

Als MeKo Student sowieso, aber auch als halbwegs normaler Mensch ist das Internet natürlich ein nicht unbedeutender Teil meines Lebens geworden. Vor allem alles was so unter den Begriff “Web 2.0″ fällt ist zum Teil gar nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken. Ein wirklich guter Artikel von Sascha Lobo unter dem Titel “My work and life with the cloud” hat mich zum Nachdenken gebracht. Nachdenken darüber, wie tief diese Dienste wirklich schon in meinen Alltag eingearbeitet sind und was vielleicht auch für eine Gefahr darin steckt.

Schauen wir uns mal einen typischen Tag in meinem Leben an:

Mein Tag beginnt in der Regel gegen sieben Uhr morgens, wenn mein Wecker klingelt. Beim Frühstück geht der erste Blick auf das Handy. Mein Palm Pre ist ja gewissermaßen ein Cloud-Handy, denn viele Daten und Dienste werden in die Wolke ausgelagert, der Kalender zum Beispiel, denn alles was bei mir an Terminen anfällt merkt sich der Google Kalender. Dazu gehören aber nicht nur die Üblichen Termine. In insgesamt fünf verschiedenen Kalendern stehen sämtliche Geburtstage, Feiertage, Ferien und sogar der Wetterbericht für den jeweiligen Tag, alles automatisch synchronisiert wenn ich das WLAN aktiviere.

Die Zeit, die ich brauche um die Termine der nächsten Stunden und Tage zu erfassen, endet meist mit zwei kurzen Vibrationen des Palm, der in der Zwischenzeit meine EMails abgeholt hat. Die EMails liegen ja klassischerweise im Netz, eine bei Arcor, eine bei Google Mail, diverse Adressen von meinen Websites und eine von meiner Universität.

Dann geht es zur Uni, eine Strecke für die ich etwa 25 Minuten brauche, allerdings aus gutem Grund eine dreiviertel Stunde einplane. Dort angekommen, wie könnte es anders sein, wieder WLAN an. Dadurch bekomme ich zum einen nahezu ganztags meine EMails recht zeitnah und kann zum anderen auch schnell mal nach Informationen googlen wenn etwas unklar ist. Die Ergebnisse der Suche liegen natürlich meist bei Wikipedia, gewissermaßen die Bibliothek von Alexandria 2.0 mit Suchfunktion und Spenden-Button. Brauche ich etwas von meinen Studiendokumenten öffnet sich mittlerweile fast automatisch Dropbox, welches alle Dateien aus einem freigegebenen Ordner mit einem Online-Speicher synchronisiert. Der Client läuft neben dem Handy auch auf Netbook und Desktop PC, sodass ich nahezu immer und überall Zugriff auf meine relevanten Dateien habe.

Bevor die Seminare starten können muss ich mir natürlich noch einen Überblick verschaffen, was in der Welt so passiert. Dabei hilft mir NewsRoom, ein wirklich toller von sehr vielen RSS Readern, den es neben WebOS auch für Android, iPhone und WP7 gibt. Dieser beherbergt alle für mich relevanten Newsfeeds von Spiegel Online, der Zeit, DWDL, sowie von diversen Seiten rund um den Pre und einige Blogs. Um die schiere Informationsflut abzuschließen kommt dann noch Twitter ins Spiel. Früher habe ich dafür TweetMe genutzt, doch da das leider sehr langsam ist und auch scheinbar nicht mehr weiterentwickelt wird, bin ich nun zu Phnx umgestiegen.

Es vergeht der Tag mit Vorlesungen, Seminaren und dem Mittagessen in der Mensa und währenddessen blinkt mindestens einmal ein kleines, blaues Symbol mit einem “f” in meinem Benachrichtigungsbereich auf – Facebook – ein mittlerweile zentraler Punkt sozialen Miteinanders. Irgendjemand hat immer etwas zu sagen oder nutzt irgendeine der abertausend Apps, die ihm diese Funktion abnimmt und mich ihrerseits wenigstens darüber in Kenntnis setzt, dass der arme Kerl wirklich angefangen hat, Mafia Wars oder ähnliche Top Titel zu spielen – wichtige Informationen eben.

Nachmittags geht es nach Hause, noch einmal kurz in den Bus und EMails checken. Zuhause angekommen werden etwaige Hausaufgaben und ähnliches bearbeitet – am Netbook. Kaum eingeschaltet laufen wenigstens Outlook und Trillian. Outlook kümmert sich nicht nur um sämtliche EMail Konten sondern übernimmt auch die Aufgabe, sich um meine RSS Feeds zu kümmern und regelmäßig per TwInbox bei Twitter nach dem Rechten zu sehen. Natürlich synchronisiert es sich auch mit meinen Google Kalendern. Trillian bildet eine Art Kommunikatonszentrale und bündelt diverse Instant Messenger Konten von ICQ, MSN und Skype bis hin zu, natürlich, Facebook.

Für größere Aufgaben und Projekte nutze ich zur Planung ToDo-Listen. Ein sehr schönes Programm dafür ist Wunderlist, eine ToDo-Verwaltung, die sich zwischen verschiedenen Rechnern synchronisieren lässt. Leider gibt es dafür noch immer keinen Client für meinen Pre (6wunderkinder, wenn ihr das lesen solltet, da ist Nachholebedarf ;) ), dafür aber für iPhone und Android.

Nebenbei läuft Musik, zum Großteil von der Festplatte, aber zuweilen höre ich auch neue und unbekannte Lieder über Grooveshark, das es, besonders für Freistunden und längere Wartezeiten sehr praktisch, auch als App für meinen Palm gibt. Ab und an begeistert mich ein Titel und dann geht es ab zu Youtube und nach weiteren Titeln der Interpreten suchen.

Der Tag neigt sich langsam dem Ende zu, Zeit bei TvTv nach dem heutigen Abendprogramm im Fernsehen zu schauen. Nebenher aufen weiterhin Outlook und Trillian, zeitweise auch XChat, ein IRC Client, über den ich mit Bekannten von WebOS-Internals neue Entwicklungen diskutiere. Von Zeit zu Zeit pflege ich dann auch meine Blogs, wie jetzt gerade, und sobald ein Eintrag fertig ist, wird er natürlich über Twitter und Facebook bekannt gemacht, damit ihn noch viele andere Leute lesen, die die gleiche Netzaffinität an den Tag legen wie ich.

Schlecht ist eben, wenn etwas schief geht. Sollte Google eines Tages beschließen, seinen Dienst kurzerhand einzustellen, sehe ich relativ alt aus, denn dann ist meine ganze Terminplanung hinüber. Gut, mein Handy merkt sich die Einträge lokal, aber ärgerlich wäre es trotzdem. Datenschützern treibt es wahrscheinlich die Tränen in die Augen, wo persönliche Daten überall verstreut sind und ich kann es nicht einmal widerlegen, aber so ist wahrscheinlich die Zeit. Und das wird noch schlimmer, denke ich.

Für den Moment bin ich glücklich mit der Situation.

Und ihr? Welche Dienste nutzt ihr? Worauf könnt ihr nicht mehr verzichten?

12. Februar 2011 - Allgemein, Kultur    2 Kommentare

Film Tip: Black Swan

Zur Zeit kommt man an diesem wohl nicht vorbei: Black Swan erntet Lob von allen Seiten. Grund genug für uns, doch einmal ins Kino zu gehen. Und schonmal vorweg: ich bin begeistert.

Der Film erzählt die Geschichte von Nina, einer jungen Balletttänzerin, deren Traum sich nach viel harter Arbeit endlich erfüllt, als sie in der Aufführung von Schwanensee die Hauptrolle als Schwanenkönigin bekommt. Doch die Freude währt nur kurz, denn die Geschichte des Stücks überträgt sich auf ihr eigenes Leben.

In dem Stück geht es um ein Mädchen in Schwanengestalt, den weißen Schwan, der sich unglücklich verliebt. Er trifft auf sein böses Gegenstück, den schwarzen Schwan, der ihm seine Liebe stiehlt und seine Seele zerstört. Am Ende begeht er Selbstmord.

Genau wie der weiße Schwan ist auch Nina, durch und durch gut, zerbrechlich, fragil. Doch die Rolle verlangt von ihr eine Metamorphose. Sie ist bestens geeignet den weißen Schwan zu tanzen, nicht aber den wilden, unkontrollierten schwarzen. Für sie beginnt eine turbulante Zeit, über die ich jetzt nicht weiter berichten möchte, schließlich sollt ihr den Film ja noch anschauen.

Für mich wirklich brilliant an dem Film ist die Umsetzung. Sie spielt nicht nur diese Rolle, sie fängt an sie zu leben. Mit teils wirklich harten Bildern wird dem Zuschauer gezeigt, wie zerissen und kaputt Nina zunehmend wird und wie ausweglos die Situation doch für sie ist – absolut sehenswert.

Ich kann nur jedem empfehlen, schaut euch diesen Film an und nehmt euch Zeit, darüber nachzudenken. Er taugt nicht als Unterhaltung nebenbei, aber wer sich wirklich damit befassen will, für den bietet er wirklich viel.

Von mir, 5 von 5 Sternen und Anschauempfehlung!

11. Februar 2011 - Kultur, Musik    Keine Kommentare

Live Konzert: Polarkreis 18 in Chemnitz

Radio Chemnitz hatte geladen und wir sind gekommen. Zusammen mit geschätzt 100 anderen Hörern haben meine Freundin und ich Karten für ein exklusives Clubkonzert der Dresdner Band Polarkreis 18 gewonnen, welches uns dann am Dienstag einen bezaubernden Abend beschert hat.

In kleiner Runde stellten die Jungs in weiß (und diesmal sogar im Anzug) ihr aktuelles Album “Frei” vor, und Felix bewies erneut, wie einzigartig und kraftvoll seine Stimme ist. Für uns war es nicht das erste Polarkreis Konzert, im Gegensatz zu vielen der anderen Besucher.

Etwa eine Stunde lang präsentierten Philipp, Ludwig und Felix vor allem neue, aber auch ein paar ältere Lieder mit neuen, ruhigen und balladigen Melodien und verzauberten damit das Chemnitzer Publikum.

Und viel zu lachen gab es. Gerade Felix war sehr gut gelaunt und oft zu Späßen aufgelegt.

Der Abend war einfach klasse! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Band, wir sehen uns am 15.04. wieder im alten Schlachthof in Dresden, und natürlich auch an Radio Chemnitz, die uns das ermöglicht haben!

08. Februar 2011 - Allgemein, Kultur    2 Kommentare

Augenblicke

Sie ist Mitte dreißig, groß. Ihre Haare hat sie schwarz gefärbt, passend zu ihren Kleidern, ihrem Make Up, ihrem Blick.

Neben ihr läuft ihr Freund. Groß, dünn und schlacksig ist er, mit kurzen braunen Haaren. Sein Blick ist ebenso aggressiv wie vollkommen abwesend.

Ihre zwei Töchter beachten sie nicht, als sie über die viel befahrene Straße gehn. Lustlos trottet die Ältere, sie ist vielleicht 12, hinter ihren Eltern her, ohne dabei auch nur für eine Minute den Blick von ihrem Nintendo DS zu heben, bis sie stolpert und hinfällt. Sie steht wieder auf. Keiner merkt es.

Die Kleinere, hübsch, vielleicht 7, läuft einige Meter hinter ihnen in Schlangenlinien zwischen den Autos umher. Sie tanzt und singt und hüpft.

Sie erreichen die Bushaltestelle auf der anderen Seite. Vater greift zu seinen Zigaretten, Mutter steckt sich zwei an, reicht ihm eine. Beide rauchen.

Er ist genervt. Sie ist schwanger.

11. Januar 2011 - Allgemein, Kultur    1 Kommentar

Es geht wieder los

Ein Jahr währte der Frieden doch nun geht es in eine neue Runde:

Ganze elf hochkarätige Promis ziehen wieder in den australischen Dschungel. Elf absolute Stars, die bisher aus sehr gutem Grund in der Versenkung verschwunden waren. Doch RTL hat weder Kosten noch Mühen gescheut umsie wieder aus ihrem dunklen, nassen, dreckigen Verließ zurück ins Rampenlicht zu zerren. Und während sie Würmer verspeisen, mit Spinnen kuscheln, in allerlei Eingeweiden schwimmen und ähnlichen Freizeittätigkeiten nachgehen bleibt bei dem Zuschauer, oder zumindest bei mir, nur eine Frage zurück:

WARUM?

Muss das denn sein? Haben diese Menschen denn so wenig Selbstwertgefühl bei diesem Schwachsinn mitzumachen? Es hat schon etwas von Prostitution wie verzweifelt sie versuchen, mit diesen Abartigkeiten wieder ins öffentliche Gerede zu kommen. Dem einen oder anderen hätte ich das ja zugetraut, doch ließt man die Teilnehmerliste kommen einem schon Zweifel.

Peer Kusmagk? Katy Karrenbauer? Frank Matthée?

Wenigstens diesen Drei hätte ich dieses winzige Maß an Stil zugetraut, bei so einem Blödsinn nicht mitzumachen. Ich bin enttäuscht Leute…

Mal sehen was diesmal wieder aufregendes passiert. Ich sehe schon die Schlagzeilen – Fünf gebrochene Beine – Jacob Sister tritt auf Spinne – ein Bein amputiert.

Die deutsche Fernsehlandschaft verwüstet wirklich zunehmend.

07. Dezember 2010 - Allgemein, Kultur    1 Kommentar

Julian Assange verhaftet!

Sowohl Sky News als auch BBC berichten übereinstimmend über die Festnahme des Wikileaks-Gründers Julian Assagne durch die britische Polizei. Die Festnahme soll kurze Zeit nachdem die britischen Behörden am vergangenen Montag die nötigen Genehmigungen aus Schweden erhalten haben geschehen sein.

Assange war dabei aus freien Stücken zu einem Termin bei der Polizei erschienen und dort in Gewahrsam genommen worden. Grund für die Festnahme waren offiziell die Vorwürfe wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung, wegen denen der gebürtige Schwede von verschiedenen Polizei- und Geheimdiensten weltweit gesucht wurde, darunter auch Scotland Yard und Interpol.

Mark Stephens, Assanges Anwalt und Verteidiger nannte die Verhaftung “eine Farce”. Auch im Internet kursiert die Ansicht, die Vergewaltigungsvorwürfe seien nur ein Vorwand und der eigentliche Grund seiner Festnahme seien die jüngsten Veröffentlichungen seiner Whistleblower-Plattform Wikileaks.

Auch im Vorfeld wurde das Eis unter seinen Füßen immer dünner. Nach DDoS Attacken gegen die Wikileaks-Seite, war diese zunächst vom auf die Amazon Cloud ausgewichen, wurde jedoch schon nach kurzer Zeit von Amazon wieder von den Servern geschmissen. Paypal entschied sich, keine Spenden mehr an Wikileaks weiter zu reichen und MasterCard nimmt auch keine Zahlungen an diese Adresse mehr vor. Selbst die Schweizer Bank, bei der Assange sein Konto hatte, von dem aus sehr seine privaten Ausgaben tätigte, hat dieses mittlerweile gesperrt.

All das wegen Vergewaltigungsvorwürfen, die allem Anschein nach noch nicht einmal beweisbar sind? Äußerst dubios wenn ihr mich fragt. (Ohne Vergewaltigungen jetzt in irgend einer Weise zu beschönigen oder runterzureden, es wirkt in diesem Fall nur wirklich sehr wie eine Ausrede um von den eigentlichen Gründen abzulenken, die Blamage der US Diplomatie zum Beispiel).

Gegen 13:30 Uhr britischer Zeit soll Assange dem City of Westminster Magistrates’ Court vorgeführt werden.

Wikileaks selbst hat per Twitter bereits bekanntgegeben, dass die Veröffentlichungen auch unter diesen Umständen heute Abend fortgesetzt werden sollen.

Im übrigen: Im Falle einer Verurteilung droht ihm von Schweden die Auslieferung an die USA – wegen den Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden, versteht sich.

29. November 2010 - Kultur    Keine Kommentare

Nachruf: Abschied von Leslie Nielsen

Foto von http://www.lahiguera.net/

Selten war ein Schauspieler so vielseitig, in so vielen verschiedenen Genres zu sehen und dabei immer so sympathisch und selbstironisch wie Leslie Nielsen. Egal ob Western, Komödie, Krimi oder Actionfilm, der Kanadier verzauberte in jeder Rolle.

Mit 17 Jahren bereits zum Kampfpiloten ausgebildet kehrte er dem Militär aber bald den Rücken zu und  arbeitete als DJ beim Radio. Schon bald hatte er erste Rollen in Fernsehproduktionen. Erstmalig einem breiten Publikum bekannt wurde er durch eine Nebenrolle in der Parodiekomödie “Die Reise in einem verrückten Flugzeug” von 1980, in der er sich selbst parodieren durfte. Den Durchbruch im Filmgeschäft erlebte er, damals schon 62 Jahre alt, mit der Triologie “Die Nackte Kanone” in der Hauptrolle als chaotischer Sonderermittler Frank Drebin. Bis zuletzt sah man ihn immer wieder bei verschiedenen lustigen Gastauftritten in Kinoproduktionen.

Am vergangenen Sonntag, dem 28.11.2010 erlag Leslie Nielsen in Fort Lauderdale, Florida, im Alter von 84 Jahren und im Kreis seiner Angehörigen den Folgen einer Lungenentzündung. Doch was bleibt sind die unzähligen Filme, mit denen dieser Mann ganzen Generatioen vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben hat und die ihn so unvergesslich machen.

24. November 2010 - Allgemein, Kultur    Keine Kommentare

Galileo tested iPhone Apps – Survival

Mittwoch, 24.11.2010, etwa 19:20 Uhr. In einer Vielzahl deutscher Wohnzimmer flackert die Sendung “Galileo” über die Mattscheibe. Aktueller Beitrag:

Eine junge Moderatorin hat sich mitsamt Kamerateam im Wald verlaufen und testet anlässlich dieser verständlich misslichen Situation einige Apps (oh wie ich dieses Wort hasse), darunter zum Beispiel ein Survival-Guide mit Tipps zum Zeltbau, zur Gewinnung von Wasser oder auch ein Pilz-Guide und etliches mehr. Mithilfe dieser unerlässlichen Hilfsmittel baut sie eine Unterkunft aus Stöcken und Moos, gewinnt per T-Shirt auf der Wiese durch den Morgentau ein paar Tropfen Wasser (wie sie damit wohl den Rest des Teams versorgt hat?) und sucht wenig erfolgreich Pilze.

Wahnsinnig hilfreich, und für die jeweil 2€ bis 7€ fast geschenkt.

Sagt mal, bin ich der einzige, der diese Situation … sagen wir komisch findet? Stellen wir uns das mal vor:

Paul ist einer dieser ultramodernen jungen Menschen die jeden Monat 50€ und mehr bezahlen, um ein Mobiltelefon mit einem Apfel darauf zu besitzen, der zu allem Überfluss auch noch angebissen ist. Durch einen fatalen Zufall verläuft er sich während einem Spaziergang im Park – Kilometer weit entfernt von jeglichen Spuren einer Zivilisation. Er hat nichts dabei, außer die Kleidung am Leib und sein, mit sämtlichen Features ausgestattetes iPhone. Was soll er nur tun?

“Hah!” denkt sich Paul und greift zum Handy und öffnet gekonnt den App Store. Einige Augenblicke später haben 20€ und einige MegaByte Apps den Standort gewechselt und Paul kann endlich in der Wildnis überleben.

Nein, natürlich ruft er nicht einfach bei der Polizei an und bittet um Hilfe, zumal der Anruf nicht einmal kompliziert über das Telefonsignal trianguliert hätte werden müssen, da das iPhone über GPS verfügt und einfach geortet werden kann. Viel zu einfach.

Mein Gott, wo soll das nur hinführen? ;)

Was aus der Moderatorin geworden ist? Sie wurde natürlich gerettet. War doch klar. Hatte ja ihr Smartphone dabei.

15. November 2010 - Allgemein, Kultur, Musik    Keine Kommentare

Musik-Tipp: Poets of the Fall!

Ihr liebt gute Musik? Und dabei darf es ruhig auch mal rockiger zugehen? Ihr liebt verträumte Rockballaden?

Wenn ja, dann sei euch diese Band ganz besonders warm empfohlen: Die Poets of the Fall.

Copyright by http://www.poetsofthefall.com
(Bild von www.poetsofthefall.com, alle Rechte bei der Band)

Seit 2003 existiert die finnische Band um Sänger Marko Saaresto und Lead-Gitarrist Olli Tukiainen schon und hat seitdem 4 Studioalben hervorgebracht. Dabei umfassen die Alben sowohl starke Rocksongs als auch gefühlvolle, verträumte Balladen.

Ich kenne die Band erst seit kurzem, genauer gesagt, seit ich in dem XBox 360 Spiel “Alan Wake” (ein Wahnsinns-Spiel, nebenbei bemerkt) die Songs Children of the Elder God, The Poet and the Muse und War gehört habe. Gerade War ist so eingängig, dass ich es fortan nicht mehr geschafft habe, den Song wieder aus meinem Kopf zu verbannen. Die Jungs aus dem Norden haben es tatsächlich in kürzester Zeit geschafft, sich auf die vordersten Plätze meiner persönlichen Lieblingsbands zu spielen und haben dabei Gruppen wie Slipknot, In Extremo, Linkin Park und ähnliche locker hinter sich gelassen.

Wer gerne selbst einen Ohr auf die Songs und einen Blick auf die Videos werfen möchte, dem empfehle ich folgende Videos:

War (Das Video zum Alan Wake Song)

Carnival of Rust (Das mehrfach ausgezeichnete Musikvideo zum gleichnamigen Album)

Dreaming Wide Awake (Der Song hat sie auch international weitreichend bekannt gemacht)

Appetit bekommen? Mehr Videos gibt es im eigenen Youtube-Kanal oder auf der offiziellen Homepage.

Ich kann euch die Alben wirklich nur empfehlen.

Viel Spaß damit =)

07. November 2010 - Allgemein, Kultur    Keine Kommentare

Ein Feuerwerk der Niveaulosigkeit

Sicher, es war schwer das Dschungelcamp noch zu überbieten, auf dem Weg zur vollkommenen Auslöschung von Niveau und Anstand, doch RTL hat weder Kosten noch Mühen gescheut und es hat sich gelohnt.

Samstag, der 06. November 2010 bringt uns einen entscheidenden Schritt weiter an den Abgrund. Es ist kurz von 23 Uhr und auf einer Vielzahl deutscher Fernseher flackert das “Supertalent” über die Mattscheibe. Die Sendezeit nähert sich ihrem Ende, doch die vergangenen Minuten haben neben wirklich guten Müll-Musikern (Ich bitte das durchaus positiv aufzufassen, da die beiden tatsächlich eine klasse Show abgeliefert haben) auch einige begnadete Sänger und Artisten gezeigt. Das Programm nähert sich seinem Höhepunkt, dem schon seit Wochen angekündigten Auftritt des Chris Lynam (siehe Video bei RTL). mehr »

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