Musik
Keine Kommentare Review: Beats Tour by Dr. Dre
Wer meine Beiträge ein wenig verfolgt und / oder mich so kennt weiß, eins meiner größeren Laster ist die Musik. Zum Selbst-Musizieren reicht es zwar nicht, aber der Konsum ist meine Passion.
Nötig dazu ist natürlich das richtige Equipment, vom Player bis zum Kopfhörer. Mit dem Player hatte ich zuvor schon einen sehr guten Griff getan, mein Samsung YP-P3 spielt meine Sammlung so gut wie kein anderer Player bisher (inklusive dem iPod Touch, selbst mit guten Kopfhörern war das leider alles andere als ein Vergnügen). Als Kopfhörer dienten bisher meine Sennheiser CX 300-II Precision, für diesen Preis wirklich sensationelle In-Ears, satter Bass und trotzdem klare Höhen – mit dem P3 bisher eine geniale Kombination.
Nun liest man in letzter Zeit immer wieder über die Beats by Dr. Dre, die neuen Stars am Audio-Himmel – und in mir arbeitete es. Nun gehört zum Rang der Beats natürlich auch ein überaus stolzer Preis. Die Tours liegen je nach Händler bei etwa 180€, was für ‘einfache’ In-Ears ein hübsch gehobener Preis ist – unerreichlich für mich, jedenfalls würde ich nie so viel Geld für Kopfhörer ausgeben. Doch das Schicksal meinte es gut mit mir und ich fand bei eBay Kleinanzeigen jemanden, der die Tours nahezu neu abgeben wollte – für 25€, ein echter No-Brainer in diesem Fall.
Heute sind sie nun angekommen und was ich sagen kann ist – WOW!
Das Lob ist durchaus berechtigt. Ich habe selten so klare Kopfhörer erlebt. Die Bässe kommen sehr kraftvoll, die Höhen sind kristallklar und gut differenziert und auch der Detailreichtum der Darstellung ist beeindruckend. Nun aber zunächst zum Lieferumfang: Die Beats kommen in einer für In-Ears schon recht großen Verpackung und schon deren Aufmachung wirkt recht edel. Darin finden sich die Kopfhörer, in meinem Fall in weiß, inklusive 5 verschiedenen Ohrstücken, einer Aufbewahrungsbox und dem üblichen Papierkrieg. Das passende Ohrstück zu finden, dauert etwas, aber diese Zeit sollte man sich nehmen, denn die klanglichen Unterschiede zwischen passt und passt nicht sind doch recht deutlich. Ist dieses dann gefunden, steht aber etlichen Tests nichts mehr im Wege.
Zum Klang hatte ich ja oben bereits einiges gesagt. Interessant ist aber folgendes: Bei den Sennheisern war die Musik gewissermaßen ‘um einen herum’ und man konnte zuhören. Bei den Beats hat man das Gefühl, man steht mitten ‘in dem Strom’. Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn man direkt nacheinander beide Kopfhörer testet, spürt man diesen Unterschied. Die Beats vermitteln einem mehr das Gefühl, an der Musik teilzunehmen, dagegen wirken meine geliebten Sennheiser regelrecht ‘platt’. Mit dem P3 zusammen klingt das ganze ähnlich toll wie mit meinem Laptop, ein Lenovo Z570. Richtig irre wird es zusammen mit meinem HP Touchpad. Das Touchpad enthält ja selbst Beats-Technologie und scheint auch auf Seiten der Software noch Hand anzulegen. Bei meinem Testlied – Paradise aus dem aktuellen Coldplay Album (absolute Kaufempfehlung übrigens) – fühlt man sich gerade zum Ende hin wie mitten in diesem Fluss aus Chor und Orchester.
Sensationell!
Auch mit meinem HP Pre3 machen die Beats eine gute Figur.
Kommen wir nun zum Fazit: Die Beats bieten einen sehr detailreichen, klaren und gut differenzierten Klang, besonders der Raumklang überzeugt. Mit dem entsprechenden Abspielgerät sorgen sie für ein ganz besonderes Klangerlebnis, nach dem man nur schwer wieder zu anderen Kopfhörern zurück möchte. Der Preis ist dafür natürlich auch recht saftig. Für echte Audiophile, absolute Kaufempfehlung. Für Gelegenheitshörer, außer ihr findet auch so ein Schnäppchen, seid ihr mit z.B. den Sennheisern für rund 35€ sehr gut bedient.



