28. April 2012 - Kultur    Keine Kommentare

Die 8. Studentischen Medientage Chemnitz

Interessiert an Medien und Werbung? Dann nichts wie los zum Neuen Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, denn da finden heute und morgen die mittlerweile 8. Studentischen Medientage statt – ein Fachkonferenz von Studenten für Studenten.

Unter dem Motto “Medien.Macht.Verfall” begeben wir uns dieses Jahr auf einen Werbefeldzug quer durch die aktuelle Medienlandschaft. Mit Vorträgen zu Social Media, Branding oder auch Crowdfunding wird den Besuchern einiges geboten. Heute Abend steht eine Podiumsdiskussion mit hochkarätiger Besetzung an.

Morgen steht eine Reihe von Workshops auf dem Plan, bei denen ihr praktische Erfahrungen und detailierte Einblicke in zum Beispiel das Agenturleben gewinnen könnt.

Kommt einfach vorbei – wir freuen uns auf euch!

26. März 2012 - Kultur, Musik    3 Kommentare

Raus mit der Schwuchtel!

Okay, halt.
Erst weiterlesen, dann aufregen, denn der Titel ist bei weitem nicht böse gemeint.


Foto: RTL / Stefan Gregorowius


Um was es mir geht ist folgender Sachverhalt:
Bei DSDS ist dieses Jahr ein Kandidat namens Kristof Hering, 23 Jahre alt, singt Schlager, recht gut sogar, und ist schwul. Soweit nichts schlimmes dabei, oder?

OH DOCH!

Seit den Mottoshows ist er durchgängig der Flop der Woche und die Tatsache, dass er sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt hat reicht schon aus, damit auf Facebook usw. unzählige Leute sein Scheitern fordern, ja ihn sogar bedrohen, sodass Kristof nun schon Angst hat, das Haus zu verlassen – so berichtete RTL gerade in seinem Nachrichtenmagazin (!) über die Vorgänge im Netz.

Endlich ein Aufhänger für Grundsatzkontroversen über die nationale, gar globale, Homophobie und den Hass, der Homosexuellen entgegen gebracht wird. Zeit war es ja, hatten wir schon eine ganze Weile nicht – und das zu Recht.

Klar gibt es noch immer engstirnige Idioten, die sich daran aufgeilen (und ich bitte dieses Wortspiel mit dem entsprechenden Genuss zu lesen) und darüber aufregen, aber der allgemeine Ton ist ein ganz anderer.

Ich bin nicht schwul, so viel vorweg, aber in meinem näheren Freundeskreis gibt es mehrere Homosexuelle und ich habe bisher bei keinem von ihnen solche Anfeindungen erlebt, geschweige denn Morddrohungen, die der arme Kristof da erleiden muss.

Was läuft dort also anders? Warum tun die sowas mit dem armen Jungen?

Was nun folgt ist meine persönliche Meinung. Ich glaube nicht, dass die Tatsache seiner Homosexualität überhaupt ein Zacken an dem Morgenstern ist, der da auf ihn zu fliegt. Was Kristof da gerade ein Brett vor den Kopf knallt ist die Tatsache, dass er mit seiner Art auf Konflikte zu reagieren viel Sympathie verloren hat.

Denken wir an die Geschichte mit Daniele Negroni. Daniele spielt ein Spiel, Kristof verpfeift ihn, Daniele ist sauer und die beiden streiten sich. Es fallen die üblichen Schimpfwörter, darunter auch Schwuchtel, etc. (übrigens nichts ungewöhnliches, hört euch mal auf Schulhöfen um).

Kinder. Daniele ist 16 und eben etwas leicht in Fahrt zu bringen. Kristof ist 23 und sollte das eigentlich so langsam mal erwachsen sehen und als Kindertheater abtun können. Tut er aber nicht, woran wahrscheinlich auch die Produktion nicht unschuldig ist, bringt ihn doch der Skandal ins öffentliche Gerede. DSDS geht an die Öffentlichkeit, zieht den wahrscheinlich banalen Streit riesig in der Sendung vergangene Woche auf und tritt ihn so richtig breit. Selbst wen es bis jetzt noch nicht interessiert hat weiß jetzt, das Kristof schwul ist und bekommt bei der Art und Weise der, und ich traue mich kaum das Wort in den Mund zu nehmen, Berichterstattung mit, dass Schwule doof sind.

Und der arme Kristof? Spielt mit. Ningelt in die Kameras, wie schwer ihn die Wörter getroffen haben, wie sehr ihn das beim Üben gestört hat und wie tief er sich jetzt verletzt fühlt. Ich war zu Tränen gerührt…nein, eigentlich nicht.
Genau das ist es, was mich bei DSDS so stört. Der eigentliche Gesang spielt eine absolut untergeordnete bis überhaupt unwichtige Rolle. Was einen weiter bringt sind rührende Geschichten. Und so leid mir Arbeitslose, Immigranten deren Eltern noch im Heimatland leben oder Waisen auch tun, es ist an der Stelle absolut bedeutugslos – für mich als Zuschauer.

Aber zurück zum Fall. Immer wieder wird sich in der Sendung an den schwulenfeindlichen Ausdrücken hochgezogen, immer wieder der arme Daniele zusammengestaucht. Klar war es dumm, was er gesagt hat, aber Kinder sind zuweilen dumm. Dazu bist du Kind.

Kristof ist erwachsen. Hätte er einfach darüber gestanden und Daniele auflaufen lassen, wäre das ganze Theater nicht passiert und er könnte genüsslich und ohne Anfeindungen auf Facebook FarmVille spielen. So aber hat er sämtliche Nicht-Kristof-Fans gegen sich aufgebracht (die im übrigen auch noch wirklich so bescheuert sind, und unter ihren echten Namen solche Kommentare schreiben – es lebe das Web 2.0, Hirn beim Login bitte abgeben).

Und wie geht es nun weiter?
RTL hat für die kommenden 5 Sendungen einen Aufhänger, für seine Nachrichten sowieso. Daniele wird wahrscheinlich bald gehen müssen, da sein Ruf ordentlich zerstört wird (was ich sehr schade finde, denn seine Show war immer klasse). Und Kristof? Wird wohl auch bald aufhören weil er dem Druck nicht standhält – was auch wieder schade ist. Zugegeben, mit seiner Art von Musik kann ich nichts anfangen und durch sein Gejammer ist er mir mittlerweile recht unsympathisch geworden, aber gesanglich ist… war er top, den letzten Auftritt konnte man dahingehend ja vergessen.

Den wirklichen Reibach macht RTL. Einschaltquoten. Öffentliche Diskussion. Blogeinträge wie dieser (Bitteschön).

Apropos RTL:
Zu Beginn jeder Mottoshow stellt ihr fest, das Kristof wieder der Flop der Woche ist.
Habt ihr euer tolles Voting-System schon einmal selbst getestet?
Scheinbar nein, denn dann wüsstet ihr, dass das Ergebnis fast nicht anders lauten kann.
Kristof ist der erste, der in dem Voting erscheint und man kann ihn entweder als Top oder Flop markieren.
Nun nehmt mal mich als Testbesucher. Ich mag Kristof nicht so sehr, jedenfalls ist er für mich nicht top. In dem guten Glauben, nach Kristof geht es zu weiteren Kandidaten, klicke ich auf Flop. Abstimmung vorbei, das war’s.
Das ist zwar durchaus logisch, für einen schnellen Besucher aber nicht unbedingt vorhersehbar. Sinnvoller wäre viel mehr, dann dennoch alle Kandidaten durchlaufen zu lassen und erst am Ende aus allen Antworten ein Gesamtergebnis zu bilden. Wäre auch für Kristof netter.

Und nun zu dem Titel des Beitrags, vor allem für die, die es bisher noch nicht verstanden haben.
Ich hab nichts gegen Schwule, weder im Allgemeinen, noch gegen diesen Speziellen. Liebt was und wen ihr wollt, solange ich es nicht bin ist es mir egal. Mein Anliegen wäre nur, dass ihr endlich Worte wie schwul und Schwuchtel aus euren Köpfen verbannt, was die Beleidigungssektion betrifft. Schwul sein ist keine Beleidigung und “Schwuchtel” existiert genau genommen nicht mal.

Und Kristof: Vergiss das Theater, hör auf zu ningeln, fang wieder an mit singen und überzeuge mit Stimme statt Tränen, dann klappt es auch wieder mit den Fans. That’s Showbiz, Kopf hoch!

Danke!

13. März 2012 - Allgemein, Internes    Keine Kommentare

Caschys Blog wird 7

Einer meiner Lieblingsblogs, Caschys Blog, wird 7 Jahre alt und feiert das mit einem großen Gewinnspiel.

Was man gewinnen kann? Nun, hier ein kleiner Ausblick auf den Gabentisch:

Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft und hoffe, ihr macht weiter wie bisher.
Klare Leseempfehlung an unsere Leser übrigens, für Technik-Begeisterte wie mich ein wahres El Dorado!

(Und über einen kleinen Gewinn würde ich mich natürlich auch sehr freuen ;) )

10. Februar 2012 - Kultur    5 Kommentare

BREAKING: “Der Bachelor” – Alles nur Fake

Es war heute wieder einer dieser Momente, von denen wir wohl noch unseren Kindern erzählen werden. Wenn die Zeit stehen bleibt, alles rund herum unwichtig wird, man den Atem anhält und einfach nicht glauben kann, was man da sieht. Nun, zumindest für Viele. Ich musste weinen – vor Lachen.

Die “Bunte” hat auf ihrer Webseite einen Exklusivbericht zum aktuellen RTL-Spitzenformat “Der Bachelor” veröffentlicht, in dem eine bereits ausgeschiedene Kandidatin schwerste, ja geradezu ungeheuerliche Vorwürfe gegen den Sender erhebt. Alles nur Fake! Keine Liebe, alles falsch!

Aber beginnen wir ganz am Anfang. Im Januar startete auf RTL (meines Wissens nach) zum zweiten Mal “Der Bachelor”. Der Plot ist schnell erzählt: Ein gecasteter, gutaussehender, erfolgreicher und wohlhabender Junggeselle sucht seine Traumfrau (auf RTL!) und 30 geld- und mediengeile Schla… – nein, wie war der Fachbegriff? Achja – gutaussehende, intelligente, junge Damen, bewerben sich dafür.

Sinn der Sendung ist es nun, in Gruppen- und Einzeldates deren herausragende Tit… – man, was ist denn heute los – ihren wunderbaren Charakter aufzuzeigen. Der Bachelor vergibt dann Rosen und schickt die Unliebsamsten unter ihnen nach Hause.

So weit so gut, oder?
Nein! Die Insiderin erzählt, dass alle diese Frauen gecastete Models sind. Alle bis auf Anja, das ‘Walross’, wie sie im Haus genannt wurde, womit auch klar sein dürfte, wer gewinnt. Apropos Haus, dort waren doch tatsächlich überall Kameras. In einer FERNSEHSENDUNG! Hat den Damen natürlich keiner gesagt. Sie sind auch alle gar nicht so, wie sie in der Show dargestellt wurden. RTL, dieses verlogene Pack, hat ihnen doch tatsächlich Rollen auferlegt und die Aussagen entsprechend zusammengeschnitten, man stelle sich das mal vor. Nur auf Einschaltquoten aus, diese Geier. Die Seelen der armen Damen interessieren keinen.

Auch haben sie nur 3000 Euro bekommen, ganz egal wie lange sie das gemacht haben. Gut, bis auf diese Quelle, die bekommt von der Bunte auch nochmal ein hübsches Sümmchen.

Kommende Woche starten nun die Traumdates der drei Finalistinnen (die Paul selbstverständlich alle aus eigener Tasche bezahlt). Alles abgekartert! Nur um Sex ging es dabei. Sehr unglaubwürdig, wenn ihr mich fragt. Katja zum Beispiel, die seriöseste von allen, die zumindest linguistisch die komplette Staffel lang nackt und mit weit gespreitzten Beinen vor Paul saß, die kann doch gar nicht nur auf Sex aus sein.

Kaum war der Artikel publik, begannen im Freundeskreis, ja okay, auf Facebook, die Diskussionen. Vier oder mehr Leute haben mir – MIR – den Artikel geschickt und ich konnte die Tränen in ihren großen Prinzessinnenaugen geradezu fühlen. Wieso nur??? (ganz wichtig momentan, Emotionalisierung von Aussagen durch unendlich viele Satzzeichen. Merken!!!!!!)

Leute, wie kann man nur so naiv sein? Glaubt ihr auch noch, das Dschungelcamp ist wirklich in Australien? Das ist Fernsehn! Illusion. Theater, nur weit kulturloser. Man bekommt keine Zuschauer wenn man so einen Looser in die Diskos begleitet, auf der Suche nach einem genügend verzweifelten und/oder betrunkenen Mädchen, dass bereit ist, ihn zu nehmen. Da hilft es nur, die großen Prinzessinnenträume der Zuschauerinnen anzuzapfen. Mit Wahrheit macht man kein Geld.

Was den Bericht angeht, was haben wir in PR gelernt? Auch wenn es schlechte Nachrichten sind, man kommt ins Gerede und ich wette darauf, dass die letzten beiden Sendungen noch höhere Quoten haben, als bisher. Also? Aufgabe erfüllt, bravo RTL! :)

07. Februar 2012 - Allgemein    Keine Kommentare

Neues Projekt: ParkPranger

 

Ich habe ein neues Nebenprojekt! Ja, meine ToDo-Liste schreit ganz panisch im Hintergrund, aber dieses Projekt arbeitet fast für sich allein.

Jeden Tag könnte ich mich wieder aufregen, wenn auf dem Uni-Parkplatz einige Fahrer ihre Autos einfach nur irgendwie stehen lassen. Dabei legen Einige geradezu künstlerische Feinfühligkeit an den Tag, wie sonst hätte es der Fahrer des linken Wagens wohl geschafft, ihn so nahe an meinen zu stellen, dass ich nicht einmal ansatzweise die Tür hätte öffnen können.

Da ich solche und ähnliche Aktionen sowieso fotografiere, gibt es nun ParkPranger! Passend dazu natürlich auch ein eigener Twitter-Account: @parkpranger

31. Januar 2012 - Kultur    Keine Kommentare

www.Leben-2.0.de

Als ich heute morgen aufgestanden bin, galt meine erste Bewegung meinem Handy, dem ich per Fingergeste zu verstehen gab, dass es dieses penetrante Weckgeräusch doch bitte lassen soll. Kurz die Augen reiben, der übliche “ich-will-weiterschlafen-Kampf” mit meinem Kissen und dann saß ich endlich. Es folgt das übliche Programm: duschen, Zähne putzen, Frühstück und dabei auf dem Tablet die aktuellen Nachrichten, Mails und Tweets lesen.

Und irgendwo zwischen den neusten Spiegel Online Meldungen und den Tweets von Bekannten schoss es mir dann durch den Kopf – bist du eigentlich dauerhaft online?

Die Frage mag durchaus trivial erscheinen, sind wir doch durch Handys oder zumindest VoIP Festnetztelefone zwangsweise immer online, aber sie ließ mich nicht mehr los.

So lange ist es noch gar nicht her als ich noch auf der Schule war und das Internet in unserem Haushalt gerade geschlüpft, da stand im Keller unten auf dem Schreibtisch meines Vaters so ein schräg fiependes und rauschendes Ding namens Modem, so groß wie ein Stück Butter. Unser erster Internetanschluss – huh war das toll. Ihr wisst schon, die Zeit ohne Facebook und so, damals war das Web noch Schwarz-Weiß.

Dank Zeitabrechnung hatten wir das Modem meistens aus und ich musste fragen, ob ich mal ins Netz kann. Nun war ich schon immer etwas, nun, sagen wir technik-affin und so wurde diese zentrale Frage zum festen Ritual nach dem Abendessen. Damals kam ICQ gerade groß in Mode und man konnte endlich mit Mitschülern chatten, denen man schon in der Schule nichts zu sagen hatte. Großartige Erfindung – das Gefühl, alleine vorm Rechner zu sitzen, war wie weggeblasen. Doch natürlich durfte ich nicht lange surfen und meistens genau im falschen Moment wurde die Verbindung wieder gekappt – Soziale Verbindung offline – blöd.

Außerdem wahr der Spaß fürchterlich lahm. Damals hatten die Browser noch Ladebalken, müsst ihr wissen. Und so lustige Namen. Internet Explorer war noch Standard, ein paar ganz nerdige Leute hatten Mozilla oder den Netscape Navigator und das Web war alles andere als dynamisch.

Dann kam ISDN ins Haus und man musste sich schon fast festhalten, so schnell ging alles – gefühlt. Verglichen mit Heute war die Verbindung noch immer grottig. Doch das hielt nicht lange denn bald strahlte es groß von allen Wänden: DSL!

Das hatte man dann einfach. DSL – Punkt. Bei uns hat es länger gedauert und als erstes kam eine 2000er DSL Leitung – mit Datenlimit. Ganze zwei Gigabyte (damals doch sehr große Datenmengen, von der Modemzeit ganz zu schweigen) konnten wir im Monat nutzen, dann kostete es extra und das saftig. Doch das war blöd, denn so langsam kamen Seiten wie YouTube, die doch schon arg an den 2GB zehrten und das Inklusivvolumen hielt oft nur 3 Wochen – blöd denn dann war für mich die Leitung tot (genau genommen schon vorher, die 2GB WAREN dann einfach erreicht). Einziger Ausweg: Ich brauch das für die Schule – es lebe hoch Google und Wikipedia.

Flatrate fragt ihr? Klar die gab es da schon, waren aber unbezahlbar.

Eine Zeit lang lebten wir so ganz gut, doch dann ging das einfach nicht mehr und die Flatrate hielt Einzug in unser Leben.

Keine Volumengrenzen, keine Zeitgrenzen, nix. Online immer und egal wie lange. Dazu kam das WLAN. Vorher nerviges Kabel verlegen quer durch das Haus, 2 Jahre später geht alles über die Luft – verrückt. Wie beim Telefon. Früher waren da Kabel am Hörer und es ging. Heute haben sie die Kabel weggelassen und es geht immernoch. Toll. (siehe Dieter Nuhr)

Und da sind wir also wieder zurück am Frühstückstisch mit dem TouchPad in der Hand. Allein für meine Wenigkeit hängen da sechs Geräte im WLAN. Handy und Tablet, Laptop, Desktop PC, PS3 und XBox – hat man einfach, ist normal. Gut die meisten davon sind aus. Aber das Tablet hat immer Netz – ist die schnellste Variante um nach neuen Mails zu schauen – oder Nachrichten, Videos, etc.

Vom Frühstück geht es in die Uni – Dauer-WLAN, ab und zu nach Mails schauen auf dem Tablet, per Handy schauen was es zum Essen in der Mensa gibt und während der Arbeit am Laptop schauen Outlook und Twitter natürlich auch immer nach dem Rechten. Dazu die Dauertabs in Chrome – Facebook, Google+, Hojoki, Wunderkit – Dauerinformation.

Der Stream ist Teil des Lebens. Oder ist es mittlerweile anders herum? Leben als Teil des Streams? Stream als Leben?

Was meint ihr?

11. Januar 2012 - Musik    2 Kommentare

Review: Beats Tour by Dr. Dre

Wer meine Beiträge ein wenig verfolgt und / oder mich so kennt weiß, eins meiner größeren Laster ist die Musik. Zum Selbst-Musizieren reicht es zwar nicht, aber der Konsum ist meine Passion.

Nötig dazu ist natürlich das richtige Equipment, vom Player bis zum Kopfhörer. Mit dem Player hatte ich zuvor schon einen sehr guten Griff getan, mein Samsung YP-P3 spielt meine Sammlung so gut wie kein anderer Player bisher (inklusive dem iPod Touch, selbst mit guten Kopfhörern war das leider alles andere als ein Vergnügen). Als Kopfhörer dienten bisher meine Sennheiser CX 300-II Precision, für diesen Preis wirklich sensationelle In-Ears, satter Bass und trotzdem klare Höhen – mit dem P3 bisher eine geniale Kombination.

Nun liest man in letzter Zeit immer wieder über die Beats by Dr. Dre, die neuen Stars am Audio-Himmel – und in mir arbeitete es. Nun gehört zum Rang der Beats natürlich auch ein überaus stolzer Preis. Die Tours liegen je nach Händler bei etwa 180€, was für ‘einfache’ In-Ears ein hübsch gehobener Preis ist – unerreichlich für mich, jedenfalls würde ich nie so viel Geld für Kopfhörer ausgeben. Doch das Schicksal meinte es gut mit mir und ich fand bei eBay Kleinanzeigen jemanden, der die Tours nahezu neu abgeben wollte – für 25€, ein echter No-Brainer in diesem Fall.

 

Heute sind sie nun angekommen und was ich sagen kann ist – WOW!

Das Lob ist durchaus berechtigt. Ich habe selten so klare Kopfhörer erlebt. Die Bässe kommen sehr kraftvoll, die Höhen sind kristallklar und gut differenziert und auch der Detailreichtum der Darstellung ist beeindruckend. Nun aber zunächst zum Lieferumfang: Die Beats kommen in einer für In-Ears schon recht großen Verpackung und schon deren Aufmachung wirkt recht edel. Darin finden sich die Kopfhörer, in meinem Fall in weiß, inklusive 5 verschiedenen Ohrstücken, einer Aufbewahrungsbox und dem üblichen Papierkrieg. Das passende Ohrstück zu finden, dauert etwas, aber diese Zeit sollte man sich nehmen, denn die klanglichen Unterschiede zwischen passt und passt nicht sind doch recht deutlich. Ist dieses dann gefunden, steht aber etlichen Tests nichts mehr im Wege.

Zum Klang hatte ich ja oben bereits einiges gesagt. Interessant ist aber folgendes: Bei den Sennheisern war die Musik gewissermaßen ‘um einen herum’ und man konnte zuhören. Bei den Beats hat man das Gefühl, man steht mitten ‘in dem Strom’. Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn man direkt nacheinander beide Kopfhörer testet, spürt man diesen Unterschied. Die Beats vermitteln einem mehr das Gefühl, an der Musik teilzunehmen, dagegen wirken meine geliebten Sennheiser regelrecht ‘platt’. Mit dem P3 zusammen klingt das ganze ähnlich toll wie mit meinem Laptop, ein Lenovo Z570. Richtig irre wird es zusammen mit meinem HP Touchpad. Das Touchpad enthält ja selbst Beats-Technologie und scheint auch auf Seiten der Software noch Hand anzulegen. Bei meinem Testlied – Paradise aus dem aktuellen Coldplay Album (absolute Kaufempfehlung übrigens) – fühlt man sich gerade zum Ende hin wie mitten in diesem Fluss aus Chor und Orchester.

Sensationell!

Auch mit meinem HP Pre3 machen die Beats eine gute Figur.

Kommen wir nun zum Fazit: Die Beats bieten einen sehr detailreichen, klaren und gut differenzierten Klang, besonders der Raumklang überzeugt. Mit dem entsprechenden Abspielgerät sorgen sie für ein ganz besonderes Klangerlebnis, nach dem man nur schwer wieder zu anderen Kopfhörern zurück möchte. Der Preis ist dafür natürlich auch recht saftig. Für echte Audiophile, absolute Kaufempfehlung. Für Gelegenheitshörer, außer ihr findet auch so ein Schnäppchen, seid ihr mit z.B. den Sennheisern für rund 35€ sehr gut bedient.

07. Januar 2012 - Kultur    3 Kommentare

Vale, Gückel!

Ein frohes neues Jahr euch allen!

Doch das Jahr ging schon unschön los, zumindest für uns Chemnitzer. Was war da los? Unter dem Titel “Cui bono, Chemnitz?” veröffentlichte die taz online einen Artikel in ihrer Kolumne “Die Wahrheit” – eine Satirekolumne. Aus der Feder von Michael Gückel stammt der Report, der keiner ist, und beweist eindrucksvoll, wie schnell man als Journalist zumindest jobtechnisch Selbstmord begehen kann.

Nehmt euch die Zeit, lest den Artikel, es lohnt sich.

Über die offensichtliche Unwahrheit so ziemlich aller Punkte in dem Text möchte ich mich jetzt eben so wenig auslassen wie über die zumindest für mich recht dringliche Frage “Was will der eigentlich? Wo liegt sein Problem?”, denn streng genommen basht er zwar fleißig gegen Chemnitz aber das ohne jeglichen eigenen Standpunkt.

Viel interessanter ist da ein Punkt, auf den mich zwei meiner Dozenten hingewiesen haben:

Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Machwerks war die Webseite des Herrn Gückel nur so gespickt mit Referenzen, Empfehlungen und Selbstbeweihräucherung. Macht euch den Spaß, schaut selbst einmal drüber – nichts. Eine Startseite, das obligatorische Kontaktformular und das nötige Impressum. Ansonsten, gähnende Leere, wahrscheinlich als Folge der Lehre (und ich bitte dieses Wortspiel zu beachten), die er aus seiner Veröffentlichung ziehen durfte, denn eines ist ganz klar: die Aktion war ein arges Eigentor.

Update: Da die Inhalte bereits gelöscht waren, als ich den Tipp erhielt, kann ich den Wandel nicht direkt darstellen, aber die Way Back Machine hält einen Snapshot vom 15.05.2009 bereit, der den Unterschied recht gut darstellt. Hier der Link.

Grundsätzlich: Satire kann, darf und muss böse, gemein und ggf. auch richtig fies sein. ABER: Satire muss auch Witz und einen Sinn besitzen. Und an der Stelle liegt der arme Hase begraben, denn der Text strotzt zwar vor Gemeinheiten, aber keine davon ist auch nur im entferntesten witzig verpackt, es finden sich keine Wortspiele oder sonstige amüsante Textstellen. Pures Bashing ist peinlich, nicht aber Satire.

Mit seinem Artikel hat Herr Gückel also drei Dinge äußerst klargestellt:

1. Er hat keine Ahnung von seinem Fach, zumindest in diesem Genre.

2. Er hat keine Ahnung über Chemnitz, seinen Zustand oder seine Bürger, nur einen Hass den er aber nicht begründet.

und 3. Er ist nicht in der Lage, beides entsprechend einzuschätzen und erst zu ändern, bevor er solch einen Mist verzapft.

Wie die Reaktion auf seiner Homepage zeigt, war das Echo von Seiten der Chemnitzer aber sehr wirkungsvoll. Sofort verschwinden sämtliche Referenzen und ich kann den Druck von Seiten der Ausstellenden geradezu spüren, die nicht wollen, dass so viel, ich bitte vielmals um Entschuldigung, Blödheit auf sie zurückfällt.

So Leid es mir auch für ihn tut, aber die Aktion war wirklich dämlich Herr Gückel, lernen Sie daraus.

22. Dezember 2011 - Rezept    Keine Kommentare

Rezept-Tip: Weihnachtliches Apfeldessert

Passend zur Weihnachtszeit: Das Bratapfel-Spekulatius-Dessert!

Zutaten:

  • 4 größere Äpfel
  • 12 Spekulatius
  • 1 Paradiescreme Mandel
  • Rohrzucker
  • 1 Limette
  • einige Rosinen

Zuerst die Paradiescreme nach Anleitung zubereiten und kalt stellen. Die Rosinen in warmem Wasser einweichen.

Die Äpfel schälen und in Würfel schneiden. Anschließend mit etwas Butter anbraten. 2 EL Rohrzucker und 2 TL Limettensaft und Zimt dazu geben. Zuletzt die Rosinen abtropfen und mit den Äpfeln vermengen.

Die Spekulatius in kleine Stücke zerbröseln.

Nun in einem hohen Glas Äpfel, Spekulatius und Creme übereinander schichten. Zuletzt mit etwas Creme und Haselnusskrokant dekorieren.

Guten Appetit!

22. Dezember 2011 - Rezept    Keine Kommentare

Rezept-Tip: Zartes Schweinefilet auf Fruchtreis

Heute gibt es etwas besonders feines: zartes Schweinefilet mit leckerem Fruchtreis.

Zutaten:

  • 800g Schweinefilet
  • 2 Beutel Reis
  • 200ml Sahne
  • 200ml Weißwein (trocken)
  • 150g Schweineschmalz
  • 1 Dose Pfirsiche
  • 1 Dose Ananas
  • 1 Limette
  • 1 kleine Zwiebel
  • eine Hand voll Sonnenblumenkerne
  • etwas Sojasoße
  • 1 TL Gemüsebrühe (Pulver)

Zuerst das Filet waschen und von überschüssigem Fett und Sehnen befreien. Dann trocken tupfen und mit reichlich Pfeffer einreiben. Anschließend in einer Pfanne etwa 2/3 von dem Schmalz zerlaufen lassen und das Filet darin rund herum scharf anbraten bis es eine braune Farbe annimmt. Dann bei milder Hitze und geschlossenem Deckel noch 8 – 10min garen lassen. Nun das Filet in Alu-Folie einwickeln und im Backofen bei max. 50°C für etwa 40min ruhen lassen. Den übrig gebliebenen Fond in ein Gefäß füllen und kühl stellen.

Inzwischen den Reis nach Packungsanleitung zubereiten.

Für den Fruchtreis, eine Zwiebel in kleine Würfel schneiden und mit dem restlichen Schmalz kurz anschwitzen. Die Pfirsiche und Ananas in Würfel schneiden und mit zu der Zwiebel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und ein wenig von der Sojasoße dazu geben. Nun die Limette auspressen und 2 TL von dem Saft und etwas Abrieb von der Schale mit zu den Früchten geben.

Die Früchte nun mit dem Reis vermischen.

Für die Soße etwas Fett von dem Bratenfond abschöpfen und weggießen, den übrigen Fond zusammen mit der Sahne und dem Weißwein bei hoher Temperatur zum Kochen bringen und sämig köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Paprika (edelsüß) und etwas Gemüsebrühe abschmecken.

Das Filet aus dem Ofen holen, in daumendicke Scheiben schneiden und auf einem Teller anrichten. Den Fruchtreis daneben geben. Als Garnitur noch Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne anrösten und über den Fruchtreis geben.

Guten Appetit!

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